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Presseinformationen

1/2021: Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus: Digitales Gedenken in den brandenburgischen Gedenkstätten

18. January 2021

no.: 1/2021

Angesichts der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie würdigen die Gedenkstätten Sachsenhausen und Ravensbrück den diesjährigen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am Mittwoch, 27. Januar 2021, mit digitalen Veranstaltungen. In der Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde in Brandenburg an der Havel findet eine geschlossene Gedenkveranstaltung im kleinsten Kreis statt.

Die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen lädt am 27. Januar gemeinsam mit dem Landtag Brandenburg zu einer Online-Gedenkveranstaltung ein, die ab 10.00 Uhr auf der Homepage und den Social-Media-Kanälen der Gedenkstätte verfügbar sein wird. Da sich in diesem Jahr der Überfall des NS-Regimes auf die Sowjetunion zum 80. Mal jährt, stehen die Opfer der größten Massenmordaktion im KZ Sachsenhausen, bei der zwischen Ende August und Anfang November 1941 mehr als 10.000 sowjetische Kriegsgefangene erschossen wurde, im Mittelpunkt des Gedenkens. Unter den Online-Videobeiträgen sind Grußworte der Präsidentin des Landtages Brandenburg, Ulrike Liedtke, und von Stiftungsdirektor Axel Drecoll sowie eine Kranzniederlegung. In einem weiteren Beitrag spricht die stellvertretende Gedenkstättenleiterin Astrid Ley über den Massenmord an den sowjetischen Kriegsgefangenen im KZ Sachsenhausen.

In der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück hat sich die Tradition etabliert, dass Freundinnen und Freunde der Gedenkstätte am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus zu einer gemeinsamen Lesung zusammenkommen. Die partizipative Lesung findet in diesem Jahr erstmals im digitalen Raum statt und ist dem Thema „Sehnsucht“ gewidmet. Die ausgewählten Selbstzeugnisse von zahlreichen Überlebenden aus verschiedenen Nationen sprechen von Selbsterhaltung und Widerstand, von Verzweiflung und von „Träumen ohne Ende“, wie es in einem Gedicht der Auschwitz- und Ravensbrück-Überlebenden Batsheva Dagan heißt. Die Lesung wird am 27. Januar ab 17.00 Uhr als Livestream auf dem Youtube-Kanal der Gedenkstätte übertragen.

In der Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde in Brandenburg an der Havel findet am 27. Januar um 10.00 Uhr eine gemeinsame Gedenkveranstaltung der Gedenkstätte und der Stadt Brandenburg an der Havel statt. Ohne Publikum werden Oberbürgermeister Steffen Scheller und der Vorsteher der Stadtverordnetenversammlung Walter Paaschen gemeinsam mit Gedenkstättenleiterin Sylvia de Pasquale am Standort der Gaskammer, wo 1940 mehr als 9.000 Patientinnen und Patienten im Rahmen der „T4-Aktion“ ermordet wurden, Kränze niederlegen. Die ursprünglich geplante Uraufführung einer Performance des Oberstufen-Kurses Darstellendes Spiel des Brandenburger Bertolt-Brecht-Gymnasiums wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

 

Die Veranstaltungen am 27. Januar 2021 im Überblick

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
Online-Gedenkveranstaltung zur Ermordung der sowjetischen Kriegsgefangenen im KZ Sachsenhausen (in Kooperation mit dem Landtag Brandenburg)
Ab 10.00 Uhr auf www.sachsenhausen-sbg.de

Hinweis: Fototermin für Medienvertreterinnen und -vertreter
Am 27. Januar 2021 um 10.00 Uhr wird Stiftungsdirektor Axel Drecoll Kränze, die von Botschaften, Institutionen und Verbänden gestiftet wurden, am Gedenkort „Station Z“ in der Gedenkstätte Sachsenhausen niederlegen. Zu dieser Kranzniederlegung sind Medienvertreterinnen und -vertreter herzlich willkommen. Es gelten die bekannten Abstands- und Hygieneregeln!
 

Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
„Dort träumte ich“: Von Sehnsüchten, Hoffnung und Verzweiflung in den Selbstzeugnissen von Ravensbrück-Häftlingen und Überlebenden
17.00 Uhr: Youtube-Livestream der partizipativen Lesung auf www.ravensbrück-sbg.de

Hinweis: Interessierte können sich zur aktiven Teilnahme an der Lesung bis zum 25. Januar unter paedagogik@ravensbrueck.de anmelden. Erforderlich sind ein PC, ein Laptop oder ein Smartphone mit einer möglichst stabilen Internetverbindung, einer Kamera und einem Mikrofon.
 

Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde
10.00 Uhr: Gedenkveranstaltung und Kranzniederlegung (nicht öffentlich)
 

Information: www.stiftung-bg.de
 

Presseinformation als PDF


Verantwortlich:
Dr. Horst Seferens | Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
16515 Oranienburg | Heinrich-Grüber-Platz | T +49 3301 810920 | F +49 3301 810926
seferens@stiftung-bg.de | www.stiftung-sbg.de


Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten wird vom Ministerium des Landes Brandenburg und von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

 

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