42/26: Die Stiftung wurde Opfer eines Ransomware-Angriffs
11. August 2026
no.: 42/2026
Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten ist Opfer eines sogenannten Ransomware-Angriffs geworden. Dabei sind die Angreifer in die internen IT-Systeme eingedrungen und haben Teile der IT-Systeme und Daten mit einer speziellen Software verschlüsselt. Nach aktuellem Stand muss davon ausgegangen werden, dass Daten von den Angreifern heruntergeladen wurden. Wie bei solchen Attacken üblich, wurde eine Textdatei mit der Aufforderung zur Kontaktaufnahme hinterlassen mit dem Ziel, eine Zahlung für die Entschlüsselung der Daten zu fordern. Der Vorfall wurde am 5. August 2026 festgestellt. Betroffen sind sowohl die Gedenkstätten an allen sieben Standorten als auch die Geschäftsstelle. Der Besuch der Gedenkstätten ist weiterhin ohne Einschränkungen möglich.
Stiftungsdirektor Axel Drecoll: „Durch den schwerwiegenden Angriff professioneller IT-Krimineller ist unser gesamtes IT-System derzeit außer Funktion. Das Ausmaß des entstandenen Schadens, insbesondere hinsichtlich von möglichen Datenverlusten und Datenabflüssen, ist momentan noch nicht absehbar. Wir arbeiten mit Hochdruck an der sicheren Wiederherstellung der Systeme und hoffen, dass wir die Arbeitsfähigkeit zeitnah wiederherstellen können. Wir bitten bei allen unseren Partnerinnen und Partnern um Verständnis für entstandene Unannehmlichkeiten.“
Unmittelbar nach der Feststellung des Angriffs hat die Stiftung folgende Sofortmaßmaßnahmen ergriffen: Durch die Trennung aller Internet- und Netzwerkverbindungen wurden alle betroffenen Systeme offline genommen. Ein externer, vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfohlener Dienstleister für IT-Sicherheit wurde hinzugezogen, der die Stiftung bei der Bewältigung der Situation und der Aufklärung des Vorfalls durch eine forensische Analyse unserer IT-Systeme unterstützt. Die Stiftung hat Anzeige erstattet und Kontakt zur Zentralen Ansprechstelle für Cybercrime (ZAC) beim Landeskriminalamt Brandenburg aufgenommen. Außerdem wurde eine Meldung des Vorfalls fristgerecht an die Datenschutzbehörde des Landes Brandenburg übermittelt.
Derzeit wird mit Hochdruck daran gearbeitet, die IT-Systeme zeitnah wiederherzustellen, um die Arbeitsfähigkeit der Stiftung und der Gedenkstätten zu gewährleisten. Dazu werden die IT-Systeme durch die IT-Abteilung der Stiftung komplett neu aufgesetzt und installiert. So wird sichergestellt, dass sich Angreifer nicht erneut Zugriff auf die IT-Infrastruktur verschaffen können. Weiterhin findet eine digital-forensische Untersuchung durch den hinzugezogenen IT-Sicherheitsdienstleister statt, um festzustellen, welche IT-Systeme tatsächlich betroffen sind und ob möglicherweise Daten abgeflossen sein könnten. Die Stiftung geht davon aus, dass die Systeme voraussichtlich in einigen Tagen wieder zur Verfügung stehen werden. Bis dahin kann es zu Verzögerungen insbesondere bei Buchungsanfragen für pädagogische Programme kommen.
Da vermutlich Daten abgeflossen sind, weist die Stiftung darauf hin, dass es nach solchen Angriffen vermehrt zu Phishing- und Spammails oder zu Versuchen von Rechnungsbetrug kommen kann. Daher wird um erhöhte Aufmerksamkeit bei verdächtigen E-Mails gebeten, insbesondere solchen, die die Stiftung als vermeintlichen Absender ausweisen.
Für die Kontaktaufnahme wurde kurzfristig folgende Notfall-Mail-Adressen eingerichtet:
infoatemp.stiftung-bgode.
Weitere Information unter www.stiftung-bg.de.
Kontakt:
Dr. Horst Seferens | Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
Heinrich-Grüber-Platz | 16515 Oranienburg | T +49 3301 810920
seferens(at)stiftung-bg.de | www.stiftung-sbg.de
Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten wird durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.
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